Pflege-Info


Sie haben als pflegende Angehörige nach Leistungen der Pflegeversicherungen ein Recht auf Entlastung.

Kurzzeitpflege und Verhinderungspflege: In beiden Fällen übernimmt die Pflegekasse die pflegebezogenen Kosten bis zu einer Höchstgrenze von maximal 28 Tagen im Kalenderjahr.

Der Unterschied zwischen der Kurzzeit- und der Verhinderungspflege liegt in den Voraussetzungen, nach welcher die jeweilige Leistung beantragt werden kann. Eine Kurzzeitpflege (§ 42 SGB XI) kann als Überbrückungszeit genutzt werden, ist dann gegeben, wenn z.b. ein alleinstehender Mensch nach einem Krankenhausaufenthalt pflegebedürftig ist, oder wenn die Pflegebedürftigkeit plötzlich zunimmt und eine notwendig gewordene Pflege zu Hause längerfristig durchgeführt werden und geplant werden muß. Der Pflegebedürftige muss dann mindestens der Pflegestufe I zugeordnet sein. Antragstellung zur Pflegeeinstufung erfolgt beim MDK.

Die Verhinderungspflege (§ 39 SGB XI) kann dann genutzt werden, wenn z.B.ein pflegender Angehöriger in Urlaub fahren möchte, oder selbst erkrankt ist und er die Vorauspflege bereits 6 Monate selbst geleistet hat. Die Verhinderungspflege ist auch in kurzen Etappen möglich, der zustehende Zeitraum von 28 Tagen kalenderjährlich kann also innerhalb verschiedener Zeiträume in Anspruch genommen werden.

Wichtig ist auch zu wissen, dass der Zeitraum, in dem Sie die Verhinderungspflege in Anspruch nehmen, nicht auf den Anspruch der Kurzzeitpflege angerechnet wird.

Das heißt, auch wenn Sie die Verhinderungspflege innerhalb eines Jahres vollständig in Anspruch genommen haben, können Sie die Kurzzeitpflege unter den gegebenen Voraussetzungen nach wie vor beantragen.